
Diagnose Krebs. Die meisten verbinden damit Operationen, Chemo- und Bestrahlungstherapien und: einen Leidensweg. Nur, haben die Therapiemaßnahmen in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht, sodass wir Krebspatienten zum einem immer schonender und –ganz wichtig– immer besser und gezielter behandeln können.
Ergänzend zur Therapie werden begleitende Maßnahmen angewandt. Besonders wichtig ist dabei die Unterstützung des Immunsystems unserer Patienten. Daher geben wir Ihnen hier einige Tipps, wie Sie Ihren geliebten Schützling Zuhause optimal versorgen können. Außerdem stellen wir Ihnen unsere Onkologieabteilung und unseren Experten Dr. Mathias Kochert vor.
Brokkoli
Seit vielen Jahren schon im Trend: Kreuzblütler, insbesondere Brokkoli. Wussten Sie, dass Ronald Reagan nach seiner Krebstherapie eine Brokkolikur gemacht und seine Diagnose 19 Jahre überlebt hat? Das lag natürlich nicht nur am Brokkoli. Fest steht jedoch, dass das in Brokkoli enthaltene Sulforaphan eine antimikrobielle Wirkung und antioxidative Eigenschaften hat. Beides wichtig im Kampf gegen den Krebs. Forschergruppen haben herausgefunden, dass Sulforaphan einen wichtigen Beitrag zur Krebstherapie leisten kann, denn es greift die aggressiven Tumorstammzellen an. Diese überleben meist die Chemotherapie und können zu neuen Tumoren führen. Sind die Stammzellen dank Sulfopharan geschwächt, können sie auf eine Chemotherapie ansprechen.
Frische Zutaten
Der Zusatz von Vitaminpräparaten oder frischen Zutaten wird während einer Chemotherapie durchaus kritisch gesehen. Hintergrund ist, dass viele Therapien (v.a. Chemotherapien und Bestrahlungen) oxidativen Streß in der Zelle erzeugen. Genau dieser Effekt wird aber durch Antioxidantien (Vitamine) verhindert und damit kann eine Therapie unter Umständen weniger wirkungsvoll sein. Sprechen Sie daher bitte immer vor einer Supplementierung mit Ihrem behandelnden Arzt!
Kontrainduziert ist übrigens die Rohfleischfütterung (sog. Barfen), weil die Infektionsgefahr durch das geschwächte Immunsystem tasächlich wesentlich höher ist.
Getreide vermeiden
Früher galt immer kohlenhydratreiche Kost zu vermeiden, weil Zucker den Krebs angeblich füttern sollte. Das hat sich als falsch herausgestellt. Richtig ist vielmehr, dass Tumorpatienten oft (nicht immer) einen erhöhten Energieverbrauch haben und deshalb von einer energiereicheren fettreichen Kost profitieren. Der Tumor holt sich seine Energie aber wohl in jedem Fall aus dem Körper, die Idee den Krebs „auszuhungern“ ist deshalb wahrscheinlich falsch.
Die richtigen Fette
spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Ernährung. Oft leiden Krebspatienten an Gewichtsabnahme, der es entgegenzuwirken gilt. Eine wichtige Quelle für die berühmten Omega-3 Fettsäuren sind Fischöle.
Wichtig: Diese Informationen dienen als Überblick und Anregung! Es gibt keine allgemeingültigen Regeln, wie Sie Ihren Liebling am besten ernähren. Wir empfehlen einen individuellen, auf das jeweilige Tier angepassten Ernährungsplan.
Unsere Onkologie
Herr Dr. Kochert ist seit Jahren Experte auf dem Gebiet der Onkologie und steht einem breiten Kollegenkreis beratend zur Seite. Sein Fachwissen hat er sich im Laufe der Jahre nach dem Motto „Praxis und Studium schaffen Wissen“ angeeignet. Zum einen durch seine Arbeit in verschiedenen Kleintierpraxen und -kliniken, zum anderen durch zahlreiche Fortbildungen, darunter auch die Weiterbildung an der European Scool of Veterinary Postgraduate Studies (ESVPS), wofür er mit dem Zertifikat „GP Certificate of Oncology“ ausgezeichnet wurde.
Vorsorge wird bei uns groß geschrieben. Wir können nur immer wieder dazu raten, uns aufzusuchen, wenn Sie eine Veränderung an Ihrem Tier bemerken. Oft sind Symptome unspezifisch und nur eine gründliche Diagnose kann Aufschluss darüber geben, was dem Patienten fehlt. Je früher wir die Erkrankung feststellen, desto größer sind auch die Heilungschancen.
Heilung steht für uns auch in der Onkologie an erster Stelle. In Ihrem Erstgespräch nimmt sich Dr. Kochert Zeit, um eine fundierte Diagnose zu erstellen. Dazu haben wir in unserer Praxis die Möglichkeit Ultraschalluntersuchungen durchzuführen, Röntgenaufnahmen zu erstellen und gegebenenfalls mithilfe der Endoskopie Proben zu entnehmen. Diese können wir in unserem eigenen Labor schnell und unkompliziert analysieren. Nach der Diagnose kann umgehend die richtige Therapie für Ihr Tier eingeleitet werden. Dazu zählen die chirurgische Entfernung des Tumors und die Chemotherapie.
In Fällen, bei denen keine Operation, Chemo- oder Strahlentherapie mehr sinnvoll sind, sei es wegen des hohen Alters des Patienten oder des weit fortgeschrittenen Stadiums der Erkrankung, legen wir unser Hauptaugenmerk darauf, den Tieren einen schmerzfreien Lebensabend zu ermöglichen.
Wichtig: Wir nehmen uns für jeden Patienten genügend Zeit. Besonders Erstgespräche sind zeitintensiv. Daher möchten wir Sie bitten, telefonisch einen Termin bei uns zu vereinbaren. So verhindern wir lange Wartezeiten und können uns ganz auf Ihren Schützling konzentrieren. Können Sie einen Termin einmal nicht wahrnehmen, bitten wir Sie, diesen spätestens 24 Stunden vorher abzusagen.